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Couperose, Teleangiektasien

Teleangiektasien sind erweiterte Kapillargefäße. Betroffen sind häufig Frauen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Befragt man die Betroffenen, so sprechen sie häufig von periodisch auftretenden Wallungen, von einem Brennen und Hitzegefühl im Gesicht, das besondere stark bei Temperaturwechsel empfunden wird.

Ursachen

Teleangiektasien kommen vorwiegend bei Menschen vor, die zur Seborrhoe und Akne neigen, und bei denen Konstitutionsbedingt eine Gefäßschwäche vorliegt. Die Ursache besteht darin, dass vorübergehende, mehrfach sich wiederholende Wallungen – Hyperrämien – auftreten, die sich auf der Haut zunächst in Form von Erythemen äußern. Sie werden in vielen Fällen durch Dysfunktionen innersekretorischer Drüsen ausgelöst. Dabei scheinen die Schilddrüse und die Keimdrüse sowie Störungen der weiblichen Sexualorgane, wie im Klimakterium, eine besonders wichtige Rolle zu spielen. Aber nicht nur Frauen in den Wechseljahren, sondern auch schon jüngere Menschen können davon betroffen sein. Magen- und Darmstörungen, chronische Obstipation, aber auch Genussmittel wie Kaffee, Tee, Alkohol und scharfe Gewürze begünstigen Hyperämien. Die starke nervliche Belastung und Beanspruchung durch ein ruheloses Leben, Aufregungen, Ärger, persönliche oder berufliche Konflikte können gleichfalls Erweiterungen der kapillaren Blutgefäße auslösen, sie jedoch nicht bedingen. Zu den weit verbreiteten äußeren Ursachen gehören extreme Temperaturschwankungen, Hitze wie Kälte, insbesondere auch die steten Hautreizungen durch die Staub- und abgashaltige Atmosphäre in Industriegebieten.

Entwicklung

Zunächst entstehen nur vorübergehende Rötungen im Gesicht, vor allem auf der Nase und den Wangen, die so genannten fluktionären Erytheme, die im Anfangsstadium wieder vollkommen verschwinden. Bei wiederholtem Auftreten bleiben sie jedoch infolge einer Stauung um Kapillargebiet bestehen. Häufig sich wiederholende Stauungen führen zu bleibenden Gefäßerweiterungen, den Teleangiektasien, die parallel zur Hautoberfläche verlaufen. Durch Ausstülpung und Verzweigung kommt es sogar zu einer Neubildung von Gefäßen, deren Kapillarwände meist eine verminderte Elastizität bei einer erhöhten Durchlässigkeit besitzen. Das erklärt die bleibenden Rötungen, die starke Ausprägung des Gefäßnetzes und den gelegentlichen Austritt von Blut in das umliegende Gewebe, Einzelne Gefäße bilden blaurote, geschlängelte Bahnen, und die zuerst hellroten Flecken nehnen bei einer Vermehrung der Teleangiektasien einen vorwiegend violetten Farbton an. Man beobachtet neben den Teleangiektasien häufiger schmetterlingsförmige, unscharf begrenzte, bleibende Rötungen in der Nase-Wagen-Region. In der weiteren Entwicklung können sich um diese kleinen Gefäßchen Granulome und Wucherungen des Bindegewebes bilden, sowie eine Hyperplasie der Talgdrüsen. In diesen Fällen ist die seborrhoische Zone des Gesichtes innerhalb der fleckenartigen Rötungen von kleinen roten Knötchen besetzt. Über der Hautrötung und über den Knötchen sieht man deutlich ein verästeltes, engmaschiges Gefäßnetz verlaufen, in dessen Zentrum es mitunter zur Bildung einer Pustel kommen kann: Infolge dieser Entwicklung hat sich eine Rosacea gebildet, die vom Hautarzt behandelt werden muss. Wenn wir die einzelnen Erscheinungen und ihre Ursachen überblicken, so können wir feststellen, dass zwei Dinge gegeben sein müssen, damit Teleangiektasien entstehen:

  1. Innere oder äußere, sich periodisch wiederholende Reizungen bewirken Hyperämien, die als Erythem immer wieder an den gleichen Hautstellen auftreten.

  2. Wiederholte Reizungen scheinen eine Schwächung der Kapillarwände zu verursachen oder eine veranlagte Schwäche zu verstärken.



Behandlung

Die Behandlung der Teleangiektasien muss vor allem beruhigend und ausgleichen sein, um die Stauungsdermatose zu normalisieren. Sie soll die inneren und äußeren Reize schwächen, wenn möglich ganz beseitigen, und außerdem die zu heftige Reaktion der Haut mildern. Andererseits aber muss man physiologisch versuchen, die Gefäßschwäche im Kapillargebiet durch eine Stärkung und Festigung zu beheben. Von den Massagemethoden haben sich zur Behandlung der Teleangiektasien vor allem die Lymphmassage und der Saug-Haftgriff bewährt. Die Lymphmassage bewirkt eine Lösung des Status in den kapillaren Gefäße und der Saug-Haftgriff eine Erhöhung und Normalisierung der peripheren Durchblutung.

 

Produkte für die Behandlung: